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Sie verstecken sich hinter dichtem Gebüsch oder verkrümmten
Arkazien-Gruppen, meist am Dorfrand, oft außerhalb des Dorfes.
Sie nehmen kaum Platz ein, nur wenige Meter breit entlang der Gasse
oder des Hohlwegs benötigen sie. Oft sind sie fensterlos oder
Licht kommt nur durch kleine Öffnungen ins Innere - und natürlich
durch die weit offene Kellertür.
Sie
sind bescheiden, die Kellergassen des Weinviertels.
Im Alltagsleben eines Dorfes aber nehmen sie einen zumindest ebenso
wichtigen Platz ein wie die Kirche oder das Schloss: Hier wird gearbeitet,
oft bis spät in die Nacht hinein. Verträge werden geschlossen
ohne Papier und Feder, mit dem Handschlag des Kellerbesitzers. Hier
wird gerastet und dicke Scheiben werden vom Brotlaib geschnitten.
Besuch wird tief in die Erde entführt und stolz mit dem letzten
Jahrgang bekannt gemacht. Feste werden hier gefeiert und abends
treffen sich Freunde, ein Anlass ist dafür nicht nötig.
Die Kellergassen sind im Weinviertel zuhause. Aufgefädelt wie
auf einer Schnur zur längsten, die es gibt, wie etwa in Hadres,
in Etagen angeordnet, bis zu sieben übereinander wie in Mannerdorf
oder um ein unsichtbares Zentrum kreisförmig wie in Kronberg,
ist jede für sich einmalig.
Kellergassenführung
Wer mehr über die Kellergassen erfahren möchte ist herzlich
eingeladen zu einer Kellergassenführung in Jetzelsdorf inklusive
Weinverkostung.
Dauer ca. 1 ½ Stunden, Preis/Person: € 7, Anmeldung:
office@bauerwein.at
www.weinviertel.at
www.kellergassenerlebnis.at
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